England – Russland: Tipp, Prognose & Quoten zur EM 2016

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EM 2016 Vorrunde – GRUPPE B – Samstag 11. Juni um 21:00 Uhr in Marseille

Es gäbe wohl Gegner die die Engländer eher zu einem Freundschaftsspiel auf die Insel einladen würden als die russische Auswahl. Es ist einiges passiert in den vergangenen Jahren was die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Football Association (FA) und dem Rossijski Futbolny Sojus (RFS) nicht unbedingt vertieft hat.

Beide Länder bemühten sich im Jahr 2010 um die Ausrichtung der Fußball-WM 2018 und stellten sich der Wahl durch Vertreter des Fußball-Weltverbandes FIFA.

Nachdem diese Organisation nicht gerade als Hort der Rechtschaffenheit gilt, kamen nach den Vergaben der beiden Weltmeisterschaften nach Russland (2018) und Katar (2022) bald Gerüchte über eine Einflussnahme auf die Entscheidung des FIFA-Komitees auf.

 

Die aktuellen Quoten für das Spiel England – Russland bei der EM 2016

 

Polen
Unentschieden
Niederlande
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1,85
3,30
4,50
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Betway Logo
1,90
3,40
4,33
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1,85
3,30
4,70
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1,85
3,55
4,30
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1,85
3,40
4,60
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1,88
3,20
4,50
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1,95
3,50
4,80
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Auf der Insel gab man sich ob der Niederlage unter diesen Umständen ‚not amused‘ und es standen Forderungen nach Kompensationen für die vermeintlich sinnlose, weil von vornherein chancenlose, Bewerbung im Raum. Geld floss schlussendlich keines, zumindest nicht nach England, und so besteht nun für die Three Lions die Möglichkeit auf dem Platz Revanche für die Niederlage an der Wahlurne zu nehmen.

 

Tipp: England gewinnt gegen Russland, Quote 1,95 bei Bet3000

 

Auf dem grünen Rasen gibt es für die Engländer ebenso ein kleines Hühnchen zu rupfen mit der Sbornaja. Eine 2:1-Niederlage in der Qualifikationsgruppe gegen die Russen kostete sie nämlich die Teilnahme an der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. Mit diesem Erfolg im Rücken ging der russische Bär nämlich mit einem Punkt Vorsprung vor den drei Löwen über die Ziellinie und sicherte sich so das zweite Ticket für die Titelkämpfe hinter dem überlegenen Gruppensieger Kroatien.

Doch seit der Ausscheidung für die EURO in den Alpen haben die Engländer einen veritablen Erfolgslauf gestartet. Die 2:3-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien war die bisher letzte Pleite in einem Pflichtspiel, im Rahmen der klassischen Spielzeit, bei einer EM oder der Qualifikation dafür. Doch eine Kunst konnte sich auf der Insel immer noch nicht entfalten, jene nämlich, Elfmeter auch sicher im Tor des Gegners unterzubringen. Bereits sechsmal ist England bei großen internationalen Turnieren im Shootout gescheitert. Einzig Malawi und Sambia platzieren sich in dieser traurigen Rangliste noch weiter vorne.

 
Infografik Gruppe B bei der EM 2016
 

Trotzdem liest sich die Bilanz der Engländer in den vergangenen Jahren im Rahmen von Europameisterschaften immer noch beeindruckend. Seit Anfang 2008 stehen 17 Siege und fünf Unentschieden in EM- oder Quali-Matches dafür zu Buche. Nur ein einziges Mal, bei der EURO vor vier Jahren, konnten sie nach einem Unentschieden nach 120 Minuten von den Italienern im Elfmeterschießen bezwungen werden.

 

Noch viel besser lief die Ausscheidungsrunde zu dieser EURO für die Mannen aus dem Mutterland des modernen Fußballs. Gegen die Mitbewerber Schweiz, Slowenien, Estland, Litauen und San Marino wurde jedes einzelne Spiel gewonnen und ein Torverhältnis von 31:3 angehäuft.

 

Als zielsicherster Torschütze erwies sich erwartungsgemäß Kapitän Wayne Rooney, der im Nationalteam immer noch offensiver agiert als in seinem Brotjob beim englischen Rekordmeister Manchester United. Mit sechs Stück nur ein Tor weniger als Rooney erzielte in den zehn Qualifikationsspielen sein ehemaliger Team-Kollege Danny Welbeck. Trotzdem muss der Arsenal-Stürmer wegen eines Knorpelschadens im Knie die Europameisterschaft in Frankreich vor dem Fernseher miterleben. Nach einer schweren Verletzung Mitte vergangenen Jahres hatte er sich erst im Februar zurückgekämpft, um dann im Mai wieder w.o. geben zu müssen.

Nach der vollkommen verkorksten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren am Zuckerhut, hat Team-Manager Roy Hodgson einen vollkommenen Neustart gesetzt. Die beiden Mittelfeld-Legenden Steven Gerrard und Frank Lampard beendeten ihre Karrieren in der Nationalmannschaft, und Stamm-Akteure wie Liverpools Glen Johnson oder Phil Jagielka vom Lokalrivalen Everton mussten unfreiwillig weichen, um der jungen Generation Platz zu machen.

Und diese junge Garde ist vor allem, die dem Spiel der Three Lions wieder vollkommen neues Leben eingehaucht hat. Besonders hervor tun sich dabei Tottenham Jung-Star Dele Alli, der erst vor kurzem in der Premier League zum besten Jungprofi der Saison gewählt wurde, Torschützenkönig Harry Kane, der ebenfalls im Sold der Spurs steht, und Marcus Rashford, Sturmpartner von Routinier Rooney bei den Red Devils.

 
Infografik zu England bei der EM 2016
 

Rashford krönte bereits sein Debüt Ende Mai gegen Australien mit dem Tor zum 1:0 und wurde damit zum jüngsten Spieler der in seinem ersten Match für die englische Auswahl scorte. Ebenfalls für dauernde Torgefahr sorgt Leicester Torjäger Jamie Vardy, der vor wenigen Jahren noch in der fünften englischen Liga aktiv war und in dieser Saison das Überraschungsteam aus Leicester vollkommen unerwartet zu Titel schoss.

Der Torgarant des russischen Teams heißt derzeit Artjom Dsjuba. Insgesamt acht Mal netzte der Stürmer von Zenit St. Petersburg in den zehn Qualifikationsspielen und damit ebenso oft wie Schweden-Star Zlatan Ibrahimovic. Sieht man sich die Ergebnisse der Russen bei den großen internationalen Fußball-Turnieren seit Mitte der 1990er Jahre an, dann ist eine Erkenntnis wirklich offensichtlich: Die Fußstapfen der ehemaligen Sowjetunion sind eindeutig zu groß für die Auswahl des geschrumpften Riesenreiches.

Trotz siebenmaliger Teilnahme an EM- oder WM-Endrunden gelang es nur ein einziges Mal die Vorrunde zu überstehen. Das war bei der Europameisterschaft 2008, vor der man sich in der Qualifikation gegen die Engländer durchgesetzt hatte.

In Österreich und der Schweiz stellten die Russen eines der Überraschungsteams des Wettbewerbs. Nach dem ernüchternden 1:4 im Auftaktspiel gegen den späteren Triumphator Spanien setzte die Sbornaja zu einem Siegeslauf an, dem in der Vorrunde der regierende Europameister Griechenland und im Viertelfinale die hochfavorisierten Niederländer zum Opfer fielen. Erst im Halbfinale war dann, wiederum gegen die groß aufspielende Furia Roja, Endstation.

 
Infografik zu Russland bei der EM 2016
 

Die EURO 2008 war so das einzige Turnier bei dem die Russen der Tradition des Titelträgers von 1960 und Finalisten von 1964, 1972 und 1988 halbwegs gerecht werden konnten. Ansonsten endeten die Auftritte des russischen Bären immer recht ernüchternd nach der Vorrunde.

Als großartige Ouvertüre für den Hauptakt in der Grande Nation kann die Ausscheidungsrunde diesmal wieder nicht angesehen werden. Mit einem Sieg im direkten Vergleich mit Schweden rettete Russland den zweiten Platz in ihrer Gruppe und damit einen fixen Startplatz bei der EM. Ansonsten fielen die Leistungen des Teams von Coach Leonid Sluzki doch eher dürftig aus und erst ein Erfolgslauf von vier Siegen in Serie, nach der zweiten Niederlage gegen den späteren Gruppensieger Österreich, stieß die Tür nach Frankreich auf.

Vor dem Hintergrund der gezeigten Auftritte sind die Engländer in ihrem Auftakt-Match gegen Russland zu favorisieren. Schaffen es Rooney, Rashford und Co. ihre Form aus der Qualifikation zu halten, dann dürfte die Sbornaja kein allzu großer Stolperstein sein. Mit einem Erfolg könnte England auch jene 1:3-Niederlage gegen die UdSSR vergessen machen, die 1988 das Aus bei der Europameisterschaft in Deutschland bedeutete.

 

alle Wettquoten zur EM 2016 im Überblick

 

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