Der 1. FSV Mainz 05 trennt sich von Cheftrainer Kasper Hjulmand

Der 1. FSV Mainz 05 trennt sich von seinem Cheftrainer Kasper Hjulmand. Wie die Rheinhessen heute Morgen offiziell bestätigten, wurde der 42-jährige Däne mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nachfolger von Hjulmand wird der bisherige U23-Trainer Markus Schmidt.

Bereits gestern machten ersten Gerüchte die Runde und nun ist es offiziell. Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Kasper Hjulmand getrennt und damit auf die sportliche Misere in den vergangenen Wochen und Monaten reagiert. Mainz konnte nur eines seiner letzten 13 Bundesligaspiele gewinnen und ist nach der 2:4-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen Borussia Dortmund auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht. Der einstiege Europa League-Aspirant hat aktuell nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Manager Christian Heidel äußerte sich auf der offiziellen Webseite der Mainzer wie folgt dazu: „Wer unsere Klubphilosophie und unsere Arbeitsweise kennt, weiß, wie schwer uns diese Entscheidung gefallen ist. Kaspar Hjulmand ist ein Fußballfachmann, der ohne Zweifel Mannschaften entwickeln und weiterentwickeln kann. Viele verschiedene Faktoren haben allerdings zu einem Negativtrend mit nur einem Sieg aus dreizehn Spielen und zum Abrutschen in die Abstiegszone geführt. Im Abstiegskampf verschieben sich für uns jetzt die Kriterien, die uns zu einem Wechsel auf der Trainerposition bewogen haben. Wir benötigen zum sportlichen Überleben neben taktischer Disziplin, große Leidenschaft, Kampfgeist, Aggressivität und Konsequenz, die sich im Training entwickeln und in den Spielen unserer Mannschaft zeigen müssen und darüber hinaus Verein und Fans in einer schwierigen Phase einen und mitreißen können.“

Kasper Hjulmand trat vergangenen Sommer die Nachfolge des zurückgetretenen Thomas Tuchel in Mainz an und hatte ursprünglich einen laufenden Vertrag bis 2017. Unter dem ehemaligen dänischen Fußball-Profi starteten die 05er nach dem Aus in der Europa League-Qualifikation gegen Asteras Tripolis und im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Chemnitzer FC gut in die Bundesliga und legten eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage hin. Der Wendepunkt folgte im Oktober 2014 mit der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg, seitdem zeigt die Formkurve stetig nach unten.

Der bisherige U23-Coach Markus Schmidt wird kommenden Samstag beim Rhein-Main-Derby gegen EIntracht Frankfurt auf der Bank sitzen. Der 47-jährige Schweizer wurde bereits vergangene Saison als neuer Cheftrainer gehandelt. Ob Schmidt nur als Interimscoach bis zum Saisonende auf der Mainzer Trainerbank sitzt oder darüber hinaus ist derzeit noch offen. Neuer Assistent wird der Ex-Profi Bo Svensson (35), der seit 2007 beim FSV spielte und im vergangenen Sommer seine Karriere beendet hatte.

Foto: Mainzerize / Wikipedia (CC BY 3.0)