Hamburger SV: Karl-Heinz Rummenigge kritisiert HSV-Verantwortliche wegen Julian Green

Die Degradierung von HSV-Stürmer Julian Green in die zweite Mannschaft der Hamburger sorgt derzeit für ordentlich Aufsehen. Nun hat sich auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu dem Vorfall geäußert und die HSV-Verantwortlichen für deren Vorgehen kritisiert.

Fünf Spiele und ganze 113 Minuten hat Julian Green diese Saison bisher für den Hamburger SV bestritten. Wie viele noch hinzukommen ist derzeit vollkommen offen, denn der 19-jährige US-Amerikaner wurde von HSV-Trainer Joe Zinnbauer diese Woche in die zweite Mannschaft der Hamburger degradiert. Während Green die Entscheidung aus der Presse erfahren hat und sich via Facebook wenig erfreut gezeigt hat, mischt sich nun auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in den Vorfall ein und kritisiert die HSV-Verantwortlichen für deren Vorgehen.

In der Bild Zeitung äußerte sich Rummenigge wie folgt dazu: „Das ist natürlich nicht in unserem Sinne. Wir leihen unsere Spieler aus, damit sie in der höchsten Klasse zum Einsatz kommen und sich weiterentwickeln. Das ist nun nicht der Fall“. Hintergrund dieser Aussagen ist die Tatsache, dass der US-amerikanische Nationalspieler noch bis zum Saisonende vom FC Bayern an den HSV ausgeliehen ist. Rummenigge betonte jedoch auch, dass die Bayern anderen Vereinen nicht in sportliche Entscheidungen reinreden möchten: „Wir können und wollen dem Trainer des HSV natürlich nicht in seine Aufstellung reinreden. Nichtsdestotrotz ist diese Entwicklung bedauerlich“.

Besonders brisant, ausgerechnet am Samstag treffen die beiden Klubs in München aufeinander. Zinnbauer will am Freitag spontan Entscheidung ob Green im Profi-Kader steht oder nicht: „Es ist offen, ob Julian im Kader ist. Ich hoffe, er vergisst nicht, dass er was tun muss, um in den Kader zu kommen“.

Foto: Michael Lucan / Wikipedia (CC BY SA 3.0)