Paukenschlag beim HSV! Labbadia wird neuer Cheftrainer

Der HSV hat es erneut getan, mit Bruno Labbadia präsentierte der Tabellenletzte heute Vormittag bereits zum vierten Mal in der Saison einen neuen Cheftrainer. Der 49-jährige soll die Hanseaten vor dem drohenden Abstieg bewahren, hat jedoch auch einen gültigen 1-Jahresvertrag Vertag für die 2. Liga unterschrieben.

Mirko Slomka, Joe Zinnbauer und Peter Knäbel haben sich diese Saison bereits als HSV-Cheftrainer versucht, mit Bruno Labbadia reiht sich nun ein vierter Kandidat in die (lange) Liste ein. Vollkommen überraschend und quasi aus dem nichts wurde der 49-jährige sechs Spieltage vor Saisonende als neuer Trainer verpflichtet. Labbadia löst damit Interimstrainer Peter Knäbel ab, der nach nur zwei Spielen (und zwei Niederlagen) wieder in seine ursprüngliche Rolle als Sportdirektor zurückkehrt.

HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer äußerte sich wie folgt dazu: „Wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, weil wir die Trainerfrage für die wichtigste halten. Mit Bruno Labbadia haben wir einen starken und auch im Abstiegskampf erfahrenen Trainer geholt. Wir wollten unbedingt Klarheit in der Trainerfrage, die haben wir jetzt. Nun gilt alle Konzentration dem Nordderby bei Werder. Das zählt. Ich erwarte volle Hingabe und Leidenschaft aller Beteiligten in den kommenden Wochen. Wir müssen uns jetzt schnell ein Erfolgserlebnis erarbeiten“. Zwei Tage zuvor schloss dieser einen weiteren Trainerwechsel in der laufenden Saison noch aus.

Mit Labbadia kehrt ein alter Bekannter zum HSV zurück, von 1987 bis 1989 war er bereits als Spieler in Hamburg aktiv, von 2009-10 als Trainer. Viel Zeit zum eingewöhnen hat Labbadia nicht, er selbst blickt bereits selbst auf das kommende Spiel gegen Werder Bremen: „Wir haben keine Zeit zu verschenken, wir werden optimal vorbereitet in das Nordderby bei Werder gehen und ebenso fokussiert die folgenden Spiele angehen. Für uns zählt jeder Punkt. Und ich freue mich, dass der HSV nach wie vor so viel Zuspruch seiner Fans hat. Denn jetzt gilt es, bis zum letzten Spieltag ohne wenn und aber als Einheit aufzutreten.“

Der HSV liegt derzeit mit 25 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat bereits vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Labbadia hat einen Vertrag bis zum Juni 2016 in Hamburger unterschrieben, dieser gilt auch für die 2. Liga. Mit der Verpflichtung von Labbadia hat man sich beim HSV gegen ein Engagement von Thomas Tuchel entschieden, der zuletzt immer wieder als neuer Trainer gehandelt wurde.