Sepp Blatter tritt als FIFA-Präsident zurück

Sepp Blatter tritt als FIFA-Präsident zurück

Foto: Marcello Casal Jr./ABr / Wikipedia (CC BY 3.0 BR)

Paukenschlag bei Fußball-Weltverband FIFA! Präsident Sepp Blatter hat gestern Abend vollkommen überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der 79-jährige wurde erste am vergangenen Freitag wiedergewählt.

Das Chaos bei der FIFA geht weiter! Der Korruptionsskandal aus der vergangene Wochen hat nun auch Präsident Sepp Blatter erreicht bzw. eingeholt. Der 79-jährige hat gestern Abend vollkommen überraschend und wenige Tage nach seiner Wiederwahl seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. Blatter äußerte sich wie folgt dazu: „Wir müssen große Reformen einleiten. Ich stelle mein Mandat zur Verfügung, ich habe hart für Veränderungen und Reformen gekämpft. Aber ich kann das nicht alleine machen. Wir brauchen jetzt Zeit, den bestmöglichen Kandidaten für dieses Amt zu finden“.

Blatter wird kommissarisch bis spätestens März 2016 im Amt bleiben bis ein Nachfolger gefunden und gewählt wurde. Medienberichten zu Folge kann die Wahl frühestens im Dezember 2015 stattfinden. Der Schweizer wirkte sichtlich niederschlagen und verabschiedete sich mit einem Dank: „Ich bin so sehr mit der FIFA und ihren Interessen verbunden. Ich möchte mich bei allen Unterstützern und Wegbegleitern bedanken“.  Nachfragen seitens der Presse bzw. eine ausführliche Stellungnahme zu den Gründen des Rücktritts gab es nicht.

Gerüchten zu Folge hat die US-Justizbehörde mittlerweile nun auch Ermittlungen gegen Blatter und seinen engsten Führungsstab rund um Generalsekretär Jerome Valcke aufgenommen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis das FBI Blatter selbst offiziell als Beschuldigten im Korruptionsskandal benennt.

Unabhängig davon wie es mit Blatter weitergeht, äußerten sich zahlreiche Spitzenfunktionäre positiv über diesen Schritt. Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach betonte wie wichtig diese Entscheidung von Blatter für den Weltfußball sei: „Das ist die Entscheidung, die absolut richtig ist, die überfällig ist. Es ist eigentlich eine Tragik, warum er es sich selber und uns allen das nicht erspart hat, dass er das früher gemacht hätte“.