Wolfgang Niersbach: Es gibt keine schwarzen Kassen

In den vergangenen Tagen machten zahlreiche Gerüchte die Runde, der Deutsche Fußball Bund DFB hätte die WM 2006 gekauft. Nun hat sich Präsident Niersbach zu den Anschuldigungen geäußert und die Existenz von schwarzen Kassen beim DFB dementiert.

Das Nachrichtenmagazin Spiegel sorgt mit seinen Recherchen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 derzeit für ordentlich Aufsehen. Laut dem Spiegel hat sich der Deutsche Fußball Bund DFB Anfang der 2000er Jahre den Zuschlag für die WM-Endrunde durch Zahlungen von Schmiergeldern an FIFA-Funktionäre gesichert. Diese Beschuldigungen wies DFB-Präsident Wolfgang Niersbach heute im Rahmen einer extra einberufenen Pressekonferenz zurück, laut Niersbach gab es Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen zwischen dem DFB und der FIFA, die Vergabe der WM 2016 sei davon jedoch nicht betroffen. Der 64-Jährige äußerte sich wie folgt dazu: „Wir haben die WM mit lauteren Mitteln bekommen. Die WM war nicht gekauft, das Sommermärchen bleibt ein Sommermärchen“.

Die knapp 6,7 Millionen Euro die der DFB an die FIFA, ohne konkreten Verwendungszweck überwiesen hat, dienten dazu um sich später Zuschüsse des Weltverbands zu sichern. Da das WM-Organisationskommitee zu diesem Zeitpunkt noch keine eigenen Gelder zur Verfügung hatte, half der frühere Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus aus. Laut Niersbach hat Dreyfous die Mittel vorgestreckt. Später habe das Organisationskomitee dieses Geld über den Umweg eines FIFA-Kontos an den Franzosen zurückgezahlt.

Auch wenn sich Niersbach zu den aktuellen Geschehnissen nun erstmals öffentlich geäußert hat bleiben viele Fragen nach wie vor ungeklärt. Laut Niersbach werde diese nun von einer externen Rechtsanwaltskanzlei untersucht.